Rakowicki-Friedhof: die Helden des Kampfes für die Unabhängigkeit Polens

ul. Rakowicka, Kraków

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Auf dem Rakowicki-Friedhof ruhen Soldaten, die im 19. und 20. Jahrhundert für ein unabhängiges Polen gekämpft haben. Hier befinden sich ihre Gräber, Massengräber und Denkmäler zum Gedenken an die Gefallenen.

In der Nachbarschaft der Kapelle der Auferstehung des Herrn ruhen im zentralen Abschnitt des Friedhofs mehrere Teilnehmer der großen Volksaufstände – des Novemberaufstands (1830-1831), des Krakauer Aufstands (1846) und des Januaraufstands (1863-1864). Die sterblichen Überreste der in den Jahren 1914-1920 Gefallenen wurden in drei Quartieren der Nekropole bestattet (zwei im alten Teil des Friedhofs, eines im neuen Teil an der Prandoty-Straße), die zusammen den Kriegsgräberfriedhof Nr. 388 Kraków-Rakowice bilden.

Es lohnt sich, einen Moment an zwei wichtigen Mahnmalen innezuhalten. An der südwestlichen Mauer des Rakowicki-Friedhofs steht ein Denkmal zum Gedenken an die gefallenen Legionäre. Es hat die Form eines breiten, an ein Grabmal erinnernden Sockels mit einer Skulptur der sogenannten Vier Legionäre, über dem sich zwei Adler an der Rückwand des Monuments erheben. Die Inschrift stammt aus der Hymne der Schützen: „Aus unserer Arbeit und Mühe stand Polen zu neuem Leben auf.“ An beiden Seiten erstrecken sich in zwei Reihen Gräber von Legionären aus verschiedenen Regimentern. An der Mauer zur 29-Listopada-Straße befindet sich ein Massengrab, eine schlichte Form mit einem Relief an der Frontseite, das Säbel und eine Ulanenmütze zeigt und einem Sarkophag, in dem die sterblichen Überreste der 1915 bei Kämpfen in der Nähe des Dorfes Rokitne (heute Ukraine) gefallenen Legionäre enthält. Bei diesem bravurösen Reiterangriff von 63 Legionären auf russische Stellungen kamen damals 15 Ulanen ums Leben, unter ihnen Rittmeister Dunin-Wąsowicz. Dieser Kampf ist in die Geschichte als Beispiel des Heldentums und Opfermuts der polnischen Soldaten eingegangen.

Auf dem Rakowicki-Friedhof befinden sich auch die Gräber von Kriegsveteranen und anderen Aktivisten, die sich im politischen und gesellschaftlichen Bereich um die Unabhängigkeit Polens verdient gemacht haben. Hie ruhen unter anderen der Maler Jan Matejko, Stadtpräsident Juliusz Leo, Oberleutnant Antoni Stawarz, der Politiker Ignacy Daszyński, Oberleutnant Władysław Belina-Prażmowski und der für seine konspirative Tätigkeit in die russische Provinz verbannte Apollo Korzeniowski, der Vater des als Joseph Conrad weltberühmt gewordenen Schriftstellers Józef Korzeniowski.

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